Eintauchen in die Lehre

Geschrieben am 28.03.2025
von SR


Wenn es ein Konzept gibt, das die Essenz der buddhistischen Lehre einfängt, dann ist es das Dharma. Es begegnet Dir in nahezu jeder Schrift über den Buddhismus, doch seine Bedeutung bleibt schwer zu fassen – allgegenwärtig und doch schwer zu definieren. Was meinten die großen Meister, wenn sie davon sprachen, dem Dharma zu folgen, um über Leben und Tod hinauszugehen?

Natürlich weiß jeder von uns, dass das Leben vergänglich ist. Doch wie viele leben wirklich in vollem Bewusstsein dieser Tatsache, in jedem Augenblick, in jedem Atemzug? 



Nur jene, die tiefes Verständnis erlangt haben – die das illusionäre Selbst durchdrungen und ihre wahre Natur erkannt haben. Die meisten hingegen versuchen unbewusst, sich von dieser Realität abzulenken: durch Arbeit, Beziehungen, soziale Zugehörigkeit, Sport, Unterhaltung, körperliche Freuden oder intellektuelle Beschäftigungen. Wir füllen unsere Tage mit Ablenkungen, um nicht an die Endlichkeit unseres Daseins erinnert zu werden, um nicht wahrhaben zu müssen, dass unsere Zeit in dieser Welt nur ein flüchtiger Moment ist.

Doch wenn wir uns der Vergänglichkeit mit klarem Bewusstsein stellen, führt uns diese Erkenntnis zwangsläufig zu einem Punkt des Loslassens. Es ist nicht Resignation, sondern ein tiefes Akzeptieren dessen, was ist. Indem wir den Widerstand gegen die Wirklichkeit aufgeben, erfahren wir Befreiung. Genau hier entfaltet sich das Dharma: jener Zustand des Verstehens, der uns von Ängsten löst – insbesondere von der Angst vor einer Trennung, die in Wahrheit nie existierte.


Die Meister der Vergangenheit hätten viele Begriffe wählen können, doch sie entschieden sich für das schwierigste Konzept: das Dharma als Ausdruck der ständigen Veränderung. Ohne je Physik studiert zu haben, erkannte man die Unbeständigkeit der Welt. Alles ist im Fluss, nichts bleibt, wie es war. Doch genau in dieser Erkenntnis liegt der Schlüssel zur Befreiung. Statt an dem sich drehenden Rad des Samsara festzuhalten, führt das Verstehen des beständigen Wandels zu etwas Tieferem – zu einer Ruhe, die jenseits von Kommen und Gehen existiert.

Buddha lehrte, dass alles im Universum vergänglich ist, dass das Anhaften an Illusionen Leiden schafft. Doch wer den Wandel nicht fürchtet, sondern ihn als Teil der natürlichen Ordnung erkennt, kann wahre Gelassenheit finden. Das Dharma ist kein Dogma, sondern eine gelebte Erfahrung – ein Weg, der Dich lehrt, den Widerstand gegen das Leben aufzugeben und im gegenwärtigen Moment Frieden zu finden.



Ein passendes Zitat von Buddha wäre:

„Vergänglichkeit prägt alle Dinge. Wer diese Wahrheit erkennt, wird frei von Leid.“

Dieses Zitat unterstreicht die zentrale buddhistische Lehre von der Unbeständigkeit des Lebens. Es zeigt, dass wahre Befreiung nicht darin liegt, sich an das Vergängliche zu klammern, sondern darin, den Wandel anzunehmen und mit Weisheit und Gelassenheit zu leben.



Hat Dir der Beitrag gefallen?

Danke, dass Du Buddha-Blog liest. Ist Dir aufgefallen, dass hier keine externe Werbung läuft, dass Du nicht mit Konsumbotschaften überhäuft wirst?

Möchtest Du dem Autor dieses Blogs für seine Arbeit mit einer Spende danken? Der Betrieb dieser App (und der zugrunde liegenden Webseite https://shaolin-rainer.de) erfordert bis zu € 3000 im Monat.

Unterstütze mich, beteilige Dich an den umfangreichen Kosten dieser Publikation. Deine Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir für den Buddhismus leisten, auch weiterzuführen.

Via PayPal (hier klicken)

oder per Überweisung:

Kontoinhaber: Rainer Deyhle, Postbank, IBAN: DE57700100800545011805, BIC: PBNKDEFF

1000 Dank!



Meine Publikationen:

1.) App "Buddha-Blog" in den Stores von Apple und Android 

2.) Die Webseite "Shaolin-Rainer"

3.) Buddha Blog Podcast (wöchentlich)

4.) Buddhismus im Alltag Podcast (täglich)